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Costa Rica Kurioses & Interessantes
Hier finden Sie einges Wissenswerte über Costa Rica und deren Bewohner, den
Ticos /Ticas. Einiges ist eher kurios, einiges regt zum Nachdenken an.
Aber auf jeden Fall interessant.
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Genau hinschauen. So parkt man diebstahlsicher. |
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Bananenrepublik |
Anfänglich
wurden als Bananenrepublik einzig solche Länder bezeichnet, die nur oder
vorwiegend Bananen exportierten bzw. produzierten. Der Begriff geht dabei
vor allem auf die mittelamerikanischen Staaten wie etwa Costa Rica,
Honduras, Nicaragua oder Panama zurück, deren Politik über Jahrzehnte
durch den Einfluss der großen Fruchtexporteure United Fruit Company
(Chiquita, Del Monte) und Standard Fruit Company bestimmt wurde. Die
wirtschaftliche Macht dieser amerikanischen Unternehmen war weitaus größer
als die politische Macht der Regierungen oder gar der Bevölkerung dieser
Länder. Heute wird Bananenrepublik abwertend für Länder verwendet, in
denen durch erhebliche Einflussnahme von ausländischen
Industrieunternehmen Korruption, Verbrechen, mafiöse Tätigkeiten,
Vetternwirtschaft, persönliche Bereicherung auf Staatskosten, und
zweifelhafte Wahlen gefördert wurden. Die Unternehmen haben dabei
ausschließlich ihre Unternehmensinteressen im Auge und nehmen diese ohne
Rücksicht auf die Landesbevölkerung wahr. So geschehen auch in Costa Rica.
Die United Fruit Company (UFCo) besaß riesige Landstriche in Costa Rica,
der Hafen in Golfito am Golfo Dulce wurde eigens für die UFCo gebaut, um
die gigantischen Mengen von Bananen in den Export bringen zu können. Nach
einer Bananenkrankheit verließ die UFCo in den 80er Jahren Costa Rica,
mittlerweile wickelt das Bananengeschäft in Costa Rica die Firma Chiquita
ab und erziehlt damit Umsätze von über einer halben Milliarde US-Dollar
pro Jahr.
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Casado
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Das
Nationalgericht der Ticos. Casado heißt 'verheiratet' und das ist es, was
den Tico nach der Überlieferung tagtäglich erwartet wenn er eine Tica
ehelicht - Casado.
Casado findet man (meist) mittags auf der Speisekarte
und es besteht - wie sollte es auch anders sein - unter anderem aus Reis
und schwarzen und/oder roten Bohnen. Ergänzt wird das Gericht mit
Kochbananen, Maniok und mit Fleisch oder Fisch. Beim Fleisch unterscheidet
man zwischen Steak, Hähnchen und Schmorfleisch. Wer mag, kann dazu auch
papas fritas, also Pommes frittes, Rührei oder Sauerrahm bestellen.
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Ceviche
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Die
Nationalvorspeise der Ticos - pikant marinierter Fisch. Ceviche hat -
obwohl man es manchmal lesen kann - mit Sushi & Co. wenig gemeinsam.
Hier das Rezept.
Und
das braucht man für 8 Portionen: 1 kg Fischfilet (Barsch, Red Snapper,
Heilbutt - weisser Fisch mit festem Fleisch), Saft von 5 Limetten, eine
kleine, fein gehackte Zwiebel, 300 g kleine Tomatenwürfel, 1-2 Avocados,
2-3 Chilis verdes (im Fachhandel erhältlich oder alternativ 2 EL
Chilisauce), etwas Koriander, Tostadas (flache Maistortillas).
Und so
wird's gemacht: Den Fisch (er muss wirklich frisch sein) in kleine, 1 x 10
cm Stücke schneiden. Den Fisch mit den Chilis im Limettensaft circa zwei
Stunden marinieren, sodass der Fisch in der Säure garen kann (evtl. mit
Plastikfolie zudecken und kühl stellen). Der Fisch sollte nach dem "Garen"
eine feste Konsistenz bekommen. Tomatenwürfel, gehackte Zwiebeln und etwas
fein geschnittenen Koriander der Fischmasse hinzufügen. Cevice mit etwas
Chili und Salz abschmecken. Ceviche (ohne Saft) kurz vor dem Servieren auf
die getoasteten Tostadas füllen. Als Beilage die in dünne Streifen
geschnittene Avocado servieren.
Buen provecho! Und wer keinen Koriander
mag - einfach weglassen.
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Completely
stoned
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Sie
werden ihnen sicherlich begegnen, den Steinkugeln von Costa Rica. Sie
messen zwischen 10 cm und 2,48 m im Durchmesser, die großen wiegen über 20
Tonnen. Urspünglich kamen sie aus dem Süden des Landes, man kann sie dort
in Flußmündungen, im Dschungel, in Tälern aber auch auf Bergen finden. In
der Ebene von Diquis liegen beispielsweise 45 davon, auf der Insel Cano
nördlich von Osa aber auch im Nationalpark Piedras Blancas am Rio Esquinas
finden sich die Kugeln. Sie bestehen übrigens aus Granit und sind in der
Tat kreisrund. Außergewöhnlich ist, daß sich in der Nähe der Kugeln meist
kein Steinbruch findet. Die mehr als 20 Tonnen schweren Kugeln auf der
Isla del Cano stammen nicht von dort. Wie sind sie hierher gekommen? Und
warum?
Die Kugeln wurden vermutlich von den Bruncas, einem prekolumbischen
Volk, daß den Süden Costa Ricas bewohnte, um 800 n.Chr. angefertigt. Man
mutmaßt, daß sie aus mytischen Gründen angefertigt und aufgestellt wurden.
Jahrelang hielt sich das Gerücht, daß im Inneren Gold versteckt sei, daher
wurden viele Kugeln - unnötigerweise - aufgebrochen. Heute sieht man auch
einige der Kugeln vor Häusern im ganzen Land - zu Dekorationszwecken.
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Costa Rica
ökologisch
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Costa Rica ist als Land ein Synonym für Ökologie und Umweltschutz. Aber
stimmt das auch? In einigen Reiseführern kann man genau das Gegenteil
lesen. Zweifellos sind in Costa Rica mehr als ein Viertel der Landesfläche
geschützt, gleichzeitig werden aber immer noch tagtäglich hektarweise
Regenwälder für Weideflächen gerodet, zig' Tonnen Edelhölzer legal und
illegal geschlagen, Abwässer ungeklärt ins Meer entlassen. Die Liste
liesse sich beliebig fortführen. Trotzdem, im internationalen Vergleich
steht Costa Rica gar nicht mal so schlecht dar. Das Wichtigste an einem
Umbruch ist die Mentalität der Bevölkerung - und die tendiert immer mehr
zur Ein- oder Ansicht, daß Costa Ricas Zukunft in einer intakten Natur
liegt. Dementsprechend handeln auch viele Ticos - und danach kann man in
anderen Ländern lange suchen. Bleibt zu hoffen, daß sich die
Pro-Natur-Mentalität weiter festigt und ausweitet.
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Die
Schatzinsel - Cocos Island
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Eine
kleine Insel im Pazifik, rund 480 km von Costa Rica entfernt, liefert eine
der spannendsten Geschichten um sagenhafte Piratenschätze. Im Jahr 1684
gab der englische Freibeuter William Dampier einem nur 24 Quadratkilometer
großen Basaltfelsen seinen noch heute gültigen Namen: "Cocos Island - so
genannt von den Spaniern, weil dort im Überfluss Kokospalmen wachsen." Der
steil aus dem Pazifik aufragende Felsen, rund 4,5 Kilometer breit und
sechs Kilometer lang, beflügelte immer wieder die Herzen aller
Schatzsucher auf allen Kontinenten. Er ist das geheimnisvollste und
zugleich enträtseltste Fleckchen Erde. Die Insel, die heute zu Costa Rica
gehört und die Robert Luis Stevenson zu seinem Buch "Die Schatzinsel"
anregte, war unter Piraten wegen ihrer abgeschiedenen Lage und als
Nahrungsmittel- und Frischwasserdepot geschätzt und beherbergte (und
beherbergt) gleich eine ganze Reihe von Schätzen. Die Existenz verborgener
Schätze auf der Insel ist erwiesen und seit vielen Jahren nicht nur den
Einwohnern von Costa Rica, sondern in allen bedeutenden Küstenstädten von
Lima bis Vancouver allgemein bekannt. Wieviel die hier vergrabenen
Piratenschätze wert sind, wagt niemand zu schätzen. Hunderte von
Expeditionen fanden allein in diesem Jahrhundert statt. Die Glücksritter
und Abenteurer hatten es von allen dort vermuteten Schätzen vor allem auf
drei abgesehen.
Der erste stammt von einem Kapitän namens Edward Davis,
der 1685 die Stadt Leon in Nicaragua eroberte und plünderte. Von seinem
Schiff heißt es: "Im Bauch hatte es die Kisten mit Gold geladen, im
Speigatt funkelten die Edelsteine."
Der zweite war der Seeräuber Dom Pedro
Bonito, der unter dem Namen Benito Bonito die Meere unsicher machte. Sein
größter Coup gelang ihm 1819. Benito Bonito hatte von einem Goldtransport
erfahren, der von Mexico City nach Acapulco unterwegs war. An Land
überfiel er den Transport, metzelte die Leute nieder und brachte das Gold
auf Cocos Island. Der wohl größte, reichste und mächtigste Schatz ist der
legendäre Staats- und Kirchenhort von Lima, der seit 1821 als verschollen
gilt. Sein heutiger (Material-)Wert: einige Hundert Millionen Euro.
Lima
war damals eine der reichsten Städte der Welt, es war das Zentrum der
spanischen Verwaltung. Hier wurde zunächst alles Gold und Silber
Südamerikas gesammelt, bevor es auf die weite Reise zum alten Kontinent
geschickt wurde. Aber mit Beginn des 19. Jahrhunderts begannen in
Südamerika die Unabhängigkeitskriege. Der spanische Vizekönig in Lima
hatte nur einen Gedanken: Wie konnte er sich und die unermeßlichen Schätze
retten? Schleunigst wurden Gold, Silber und Edelsteine zunächst in das
Fort der Hafenstadt Callao gebracht. Zufällig lag dort das englische
Handelsschiff "Mary Dear" aus Bristol vor Anker. Es stand unter dem
Kommando des biederen Schotten John Thompson. Am 19. August 1921 trug
Admiral Cochrane in sein Logbuch ein: "Die Spanier sind heute erleichtert
und gestärkt, denn Limas Reichtümer, welche viele Millionen Pfund wert
sind, konnten in Sicherheit gebracht werden." Doch damit täuschte er sich
gewaltig. Kaum war die "Mary Dear" mit der kostbaren Fracht, einer
Begleitmannschaft königstreuer spanischer Soldaten und einigen Priestern
auf hoher See, wurden die unliebsamen Gäste ermordet und über Bord
geworfen. Kaum zwei Wochen darauf ankerte die "Mary Dear" in der Chatham
Bay der Cocos Island. Elf Bootsladungen mit Gold, Silber und Edelsteinen
wurden in ein ausgehobenes Loch zwischen Ebbe und Flutlinie versteckt und
mit Geröll getarnt; die Gezeiten würden das übrige erledigen. Wenig später
wurde ein spanisches Kriegsschiff ihrer habhaft; die Piraten wurden nach
Panama gebracht und dort zum Tode durch den Strang verurteilt. Seither
gilt der Schatz als unauffindbar.
Der heute wohl beste Kenner von Cocos
Island ist der Journalist und Schriftsteller Peter Disch-Lauxmann. Nach
fünf Expeditionen und zwanzig Jahren Arbeit in Archiven, Bibliotheken und
nach unzähligen Gesprächen mit Schatzsuchern und Wissenschaftlern glaubt
er jetzt zu wissen, warum bisher nur wenige Goldbarren und Münzen geborgen
wurden: Cocos Island ist vulkanischen Ursprungs. Der Untergrund, das Cocos
Ridge, ist noch aktiv. Ständige Erdbeben, Regenfälle und Erdrutsche
verändern das Landschaftsbild laufend. Selbst die alten Piraten würden
inzwischen ihre Verstecke und Markierungen nicht mehr wiederfinden.
Ein ganz unermüdlicher Schatzsucher war übrigens der Gouverneur von Cocos
Island. Durch Erlaß des costarikanischen Präsidenten wurde der gebürtige
Deutsche August Gissler 1897 zum ersten und einzigen Gouverneur von Cocos
Island ernannt. Zwanzig
Jahre seines Lebens verbrachte Gissler auf Cocos Island. Bis auf 33
Goldmünzen und einen goldenen Handschuh fand er nichts...
Heute ist Cocos Island - abgesehen von den Schatz-Expeditionen - für
Taucher interessant. Als einer der Top-Tauchspots der Erde ist
Cocos-Island wohl der einzige mit Hai-Garantie.
Eng mit der Schatzinsel ist außerdem 'EQUIS' verbunden, die wohl
luxuriöseste Art, in Costa Rica zu nächtigen. Eine 6-Sterne-Luxusherberge
mit eigenem Strand, eigenen Booten, eigenem Flugzeug, eigenem Butler,
Gärtner, Köchin etc. Die 'Herberge' liegt im Golfo Dulce an einer Stelle,
die die Piraten früher wegen ihrer fantastischen Lage zum Ausruhen und
Relaxen nutzten.
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Gallo Pinto
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(Fast) jeder (gute) Tag beginnt in Costa Rica mit einer deftigen Portion
Gallo Pinto = 'geflecktes Huhn". Hinter diesem Namen verbirgt sich ein
Gericht aus Reis (arroz) und schwarzen und/oder roten Bohnen (frijoles).
Daher auch der Name "pinto".
Gallo Pinto wird mit Pflanzenöl (aceite), fein gewürfelten, gebratenen Zwiebeln
(cebolas), einer landestypischen Sauce namens 'Salsa Lizano', Salz (sel)
und frischem Koriandergrün (culantro) zubereitet. Zu diesem erstaunlich
leckeren, deftigen Frühstücksgericht isst man in Costa Rica entweder ein
Spiegelei (huevo frito) oder Rührei (huevo revuelto). So mancher Tico
lässt sich zum Frühstück außerdem ein Steak (lomito) schmecken.
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Goldene
Zeiten
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Als die Diquis, ein indianisches Volk, das im Südwesten Costa Ricas lebte,
Goldnuggets in Osa's Flüssen entdeckte, löste das indirekt noch
Jahrhunderte später einen Goldrausch aus. Zunächst jedoch verarbeiteten
die Diquis die Nugetts zu Schmuckstücken, Statuen etc. Hunderte Jahre
später suchten dann die spanischen Konquistadoren in Osa's Flüssen nach
den 'verschwundenen' Goldminen von Veragua (damals wurde Costa Rica so
genannt) - ohne nennenswerten Erfolg. Wieder einige Jahrhunderte später
kam es dann zu einem erneuten Goldrausch. Als die United Fruit Company
ihre Pforten in Golfito schloß, zog es viele der entlassenen Arbeiter auf
die Halbinsel Osa um hier ihr Glück zu finden, ausgelöst durch einen über
10kg schweren Goldklumpen, der auf Osa gefunden wurde. Glücklich wurden,
bis auf wenige Ausnahmen, nur die Hotel-, Restaurant- und
Bordellbesitzer... Mittlerweile wurde das Goldschürfen auf Osa verboten,
trotzdem gibt es immer noch einige unermüdliche Abenteurer die - auch
heute noch - illegal auf Osa schürfen.
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Grano de Oro
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Goldenes Korn - so nennen die Costaricaner den Kaffee. Es wird angenommen,
dass die Provinz Kaffa in Äthiopien das Ursprungsland des Kaffees ist.
Dort wurde er bereits im 9. Jahrhundert erwähnt. Von Äthiopien gelangte
der Kaffee vermutlich im 14. Jahrhundert durch Sklavenhändler nach
Arabien. Geröstet und getrunken wurde er aber dort wahrscheinlich erst ab
Mitte des 15. Jahrhunderts. Nach Costa Rica gelangte er 1797 und erwies
sich dort als die Rettung für die damals desolate Wirtschaft des Landes.
Die Kaffeebohne machte das bis dato unbekannte Land weltweit bekannt und
bescherte vielen Menschen Wohlstand. Kaffee gedieh (und gedeiht) in der
Meseta Central, der zentralen Hochebene so gut, daß die ticos nach der
Unabhängigkeit von Spanien den Anbau vorantrieben und dabei sogar
ausländische Fachkräfte anwarben. Die Haupterntezeit in Costa Rica ist von
Dezember bis Januar, hier werden die Kaffeebohnen noch von Hand gepflückt.
Heute ist der Kaffee nach Bananen und der Tourismusindustrie der
Umsatzbringer Nummer drei. Details zum Kaffee unter
Costa Rica / Fauna.
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Jungle Trail
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Auf der Halbinsel Osa besteht die Möglichkeit, den Nationalpark zu
erwandern. Er wurde 1975 gegründet und umfasst über 40.000 Hektar
Regenwälder. Bitte beachten Sie, daß Übernachtungsmöglichkeiten nicht
überall bzw. in ausreichender Zahl gegeben sind. Voranmeldung an den
Stationen ist absolut notwendig. Zelt, ausreichend Trinkwasser,
Taschenlampen, Sonnen- und Insektenschutzmittel nicht vergessen. Ganz
wichtig sind auch gute Wanderschuhe und eine Kopfbedeckung. Achten Sie
bitte darauf, wohin Sie treten - Giftschlangen. Wenn Sie Flüsse
durchqueren, sollte das tunlichst bei Ebbe geschehen - wegen der
Krokodile. Ansonsten erwartet Sie ein Naturschauspiel, wie Sie es
vermutlich noch nie erlebt haben.
Weitere Details unter >Pura Osa. Im
Corcovado gibt es verschiedene Wanderwege, als schönster gilt der Sirena -
Los Patos (18 km) und weiter nach La Palma (13 km). Kalkulieren Sie für
diese beiden Abschnitte je einen Tag ein. Der Teil des Hauptweges Sirena -
San Pedrillo (25 km) ist überaus anstrengend und sollte nur von sehr
trainierten Wanderern begangen werden. Ein Highlight ist auf jeden Fall
die Laguna Corcovado, auf halbem Weg zwischen Sirena und Los Patos.
Anmelden müssen Sie Ihre Wanderungen im Büro des Nationalparks in Puerto
Jimenez.
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Pura Osa
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Im
Südwesten Costa Ricas liegt die Peninsula de Osa, die Halbinsel Osa, sie
wird auch gerne als das 'überdimensionale Gewächshaus' bezeichnet. Hier um
den Golfo Dulce sind mehrere Schutzgebiete angeordnet, die alle
miteinander verbunden werden sollen um einen Migrationskorridor
aufzubauen. Es handelt sich dabei um die Nationalparks vom Corcovado bis
zum Nationalpark Piedras Blancas, auch Regenwald der Österreicher genannt,
nördlich von Golfito. Damit präsentiert sich die einmalige Natur mit dem
größten zusammenhängenden Tiefland-Regenwald der Erde. Hier finden sich
viele seltene Baumarten, über 120 Reptilien-, über 350 Vogel- und mehr als
160 verschiedene Säugetierarten. Eine Artenvielfalt, die ihresgleichen
sucht, ein Naturschauspiel ersten Ranges - also ein Paradies für jeden
Naturfreund.
Der Corcovado wurde von der UNO zum Biosphärenreservat
erklärt, eben auf Grund der enormen Artenvielfalt. Jaguare, Pumas,
hellrote Aras - hier kann einem wirklich alles begegnen. Die Region um den
Golfo Dulce besteht aus Berg-, Nebel- und Palmenwald, man findet aber
ebenso Schwemmland, Sumpfwald und Mangrovensümpfe vor. Trail durch Osa:
Details unter >Jungle trail Das Foto zeigt die Pazifikküste von Osa.
Vorsicht: Teilweise starke Strömungen!
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Regenwald der Österreicher |
Der
Verein "Regenwald der Österreicher" widmet sich dem Freikauf des
Esquinas-Regenwaldes im Südwesten Costa Ricas. Der Bosque Esquinas ist
neben dem Corcovado der letzte noch erhaltene Tieflandregenwald an der
Pazifikküste Mittelamerikas und gehört zu den artenreichsten Wäldern der
Erde. Auf einem Hektar konnten über 180 verschiedene Baumarten
identifiziert werden (Zum Vergleich: In ganz Mitteleuropa: 50 Arten)! Die
freigekauften Grundstücke werden in den damit stetig wachsenden
Nationalpark "Piedras Blancas" eingebracht - insgesamt wurden bereits über
90 km² Regenwald freigekauft und unter Schutz gestellt, davon ca. ein
Drittel mit Spenden aus Österreich. Diese erhalten den symbolischen Namen
"Regenwald der Österreicher". Das Projekt geht auf die private Initiative
des Österreichers Prof. Michael Schnitzlers zurück, der 1991 das Projekt
startete. Auf dem Fotos gehts zum Bosque Esquinas.
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Rodeo & Corrida |
Im
Nordwesten des Landes, in Guanacaste sieht man sie jeden Tag, die
Sabaneros, die Cowboys von Costa Rica. Und am Wochenende sieht man sie
ebenso - auf den Rodeos. Hier werden von den Sabaneros nicht nur Pferde,
sondern auch wilde Stiere bezwungen - zumindest für einige Sekunden... Bei
den recorridas zeigen die Sabaneros, was in Ihnen steckt: Pferde- und
Stierrodeo, Lassokunst und so einiges mehr. Apropos, die corridas
spanischer Art, bei der der Stier sein Leben lassen muß, existieren in
Costa Rica nicht. Hier werden die Stiere mit dem Lasso zu Fall gebracht.
Sieger ist, wer's am schnellsten schafft. Auch Zuschauer dürfen mitmachen
- trotzdem, ein nicht ganz ungefährliches Vergnügen.
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Tica & Tico |
Um
die Herkunft der Wörter 'tica' und 'tico' reihen sich einige Anekdoten.
Eine ist, daß sich die herrschende Oberschicht in Costa Rica 'hermanticos'
= 'kleine Brüder' nannten und daraus 'tica' bzw. 'tico' entstanden sind.
Eine andere Idee ist, daß die Verkleinerungsform im Spanischen das 'ita'
bzw. 'ito' an Stelle des letzten 'a' oder 'o' ersetzt. Aus 'chica'
(Mädchen) wird so (nochmals verballhornt) 'chicitita' (kleines, süßes
Mädchen). Im Gegensatz zu Spaniern verwenden die Costaricaner meist jedoch
'ica' und 'ico' - man könnte also auch auf die Idee kommen, daß daher
'tica' und 'tico' stammt.
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Ureinwohner |
In
präkolumbischer Zeit lebten drei Völker in Costa Rica. Die aus Mexiko
eingewanderten Chorotegas bevölkerten das nördliche Costa Rica, die aus
Amazonien eingewanderten Huetares bevölkerten die zentrale Hochebene und
die Küste der Karibik und die aus Chile stammenden Bruncas lebten an der
südlichen Pazifikküste von Costa Rica und angrenzendem Panama. Im Zuge der
Konquista wurden die meisten Stämme der Völker vollkommen aufgerieben,
Krankheiten taten ein übriges. Heute leben noch rund 30.000 ihrer
Nachkommen in Indianerreservaten, wo sie teilweise noch ihre überlieferten
Sitten und Traditionen pflegen. Einige der Reservate sind für Touristen
zugänglich, andere nicht.
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Wild, wild
west |
Ebenso wie Rodeo
und Corrida gibt es noch andere Asoziationen mit dem wilden Westen. In der
Cowboy- und Weideprovinz Guanacaste gibt es viele davon aber überall in
Costa Rica stößt man auf sie - mehr als 3,5 Millionen Rinder. Costa Rica
exportiert pro Jahr mehr als 100.000 Tonnen Rindfleisch. Vom Leder der
Rinder werden Koffer, Taschen, Gürtel, Hosen, Stiefel etc. hergestellt.
Aber es gibt auch Schattenseiten. Durch die expansive Haltung der Rinder
werden, zumeist illegal, Wälder für neue Weideflächen gerodet, der Schaden
für die Umwelt Costa Ricas ist abzusehen.
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Auszug für EQUIS
Residenzen, Costa Rica
©
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